Corps Bavaria Stuttgart


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Warum Corps?
Studieren mit Freunden


Warum wird man in einem Corps aktiv?

Diese Frage ist für einen Studienanfänger genauso wichtig wie für die Corpsmitglieder. Man entscheidet sich für einen Kreis, wenn man den Eindruck gewinnt, dass es sich um eine sympathische, gleichgesinnte und interessante Gruppe handelt, mit der man gerne zusammen ist. Diese Entscheidung kann nicht unmittelbar getroffen werden. Sie setzt ein 'Beschnuppern' von beiden Seiten voraus. Nicht nur der Neuankömmling muss ein gutes Gefühl haben, sondern auch die 'Gruppe' muss den Eindruck gewinnen, dass der 'Neue' ein guter Freund werden kann. Zur beiderseitigen Prüfung gibt es die Fuchsenzeit, die dem näheren Kennenlernen dient.

Man wird aktiv, weil man Freunde sucht.


Eine Universität oder Technische Hochschule vermittelt dem jungen Studenten zunächst das Gefühl der Verlorenheit. Die früher überschaubare Welt der Schule existiert nicht mehr. Statt einiger hundert Schüler einer Schule haben Universitäten häufig mehr als 25.000 Studenten und weit über 1000 Professoren. Schon der Wegweiser einer Universität bereitet Kopfzerbrechen, da oft die Gebäude über die Stadt zerstreut sind. Da ist es gut jemanden zu kennen, der einem die ersten Schritte erleichtert. Noch besser ist es natürlich, wenn man jemanden kennt, der das gleiche Studienfach beginnen will oder schon im 2. oder 3. Semester studiert.

Man wird aktiv, um mit Freunden zu studieren und Ratschläge zu erhalten.


Eine weitere wichtige Frage für die Erstsemester ist die Wohnmöglichkeit. Abgesehen von den Kosten, bietet die Wohnmöglichkeit auf dem Corpshaus neben dem gemeinsamen Studieren und Vorbereitungen auf Examen auch die gemeinsame Freizeit. Man kann nicht immer studieren, man muss auch mal ausspannen und zusammen feiern. Das Corpshaus bietet dazu die beste Gelegenheit. Neben Studienräumen gibt es viel Platz für Feste und Feiern.

Man wird aktiv, um gemeinsam zu wohnen, zu studieren und Feste zu feiern.


Was erwartet ein Fuchs vom Corps?

Ein Fuchs erwartet vom Corps, dass es ihm beim Studium nützlich ist. Er erwartet von der Gemeinschaft, dass sie ihm Hilfestellung im Studium gewähren kann. Bereits im Studium stehende Mitglieder der Gemeinschaft sollten ihn mit Rat und Tat unterstützen, wenn Studienaufgaben, Zwischenprüfungen, Entwürfe usw. anstehen. Er erwartet, dass ihm Corpsmitglieder der gleichen oder ähnlichen Studienrichtung Fragen beantworten können, ihn bei der Vorbereitung auf schwierige Examina beraten, damit er sich gut vorbereiten und die Prüfungen erfolgreich bestehen kann.

Der Fuchs erwartet auch, dass die bereits im Beruf stehenden Mitglieder des Corps ihn bei der Suche nach Praktika und bei der Berufswahl beraten und unterstützen.


Der Fuchs erwartet, im Corps zuverlässige Freunde mit gleichen oder ähnlichen Interessen zu finden, mit denen er gerne zusammen ist. Er erwartet zünftige Feste, gemeinsame Unternehmungen, Wanderungen, sportliche Interessen, Ausflüge, Konzert- und Theaterbesuche, Vorträge und anregende Diskussionen über aktuelle Themen.

Der Fuchs erwartet vom Corps Unterstützung beim Studium, der Berufswahl sowie einen interessanten Freundeskreis.


Was bietet das Corps?

Das heutige Studium gleicht in vieler Hinsicht einem weiter spezialisierten Schulbesuch auf hohem Niveau. Dem Studenten wird in vorgegebenen Studiengängen sehr viel Spezialwissen angeboten. Ein Aussteigen aus dem Studiengang ist weder möglich noch ratsam. Die viel gepriesene akademische Freiheit ist einem genau festgelegten Studienschema gewichen, das von vielen Anfängern nur schwer zu übersehen und noch viel weniger als geeignet oder ungeeignet beurteilt werden kann. Nicht umsonst brechen etwa 50% aller Studenten ihr zunächst gewähltes Fach ab, weil sie sich in Neigung und Begabung geirrt haben.

In der heutigen Massenuniversität besteht weder Kontakt zum Kommilitonen noch zu den Professoren. Wie soll ein Student in dieser Situation rechtzeitig Neigung oder Eignung erkennen. Jeder studiert mit einer Art 'Scheuklappen' und sieht weder nach rechts oder nach links. Als Einzelkämpfer geht er durch Erfolge und Misserfolge. Die Massenuniversität lässt bei vielen das Gefühl aufkommen, zwar nicht alleine, aber einsam zu sein.

Das Corps bietet dem gegenüber ein Refugium abseits der großen Masse, einen überschaubaren Freundeskreis und die Chance, Freunde fürs Leben zu gewinnen!


Die heutigen Universitäten mit ihrer extremen Spezialisierung führen zum 'Elfenbein-Turm-Denken' und letztlich zum 'Fachidioten'. Das Corps eröffnet seinen Mitgliedern eine Erweiterung des fachbezogenen Horizonts durch eine Gemeinschaft von Studenten unterschiedlichster Fachbereiche. Es eröffnet die Möglichkeit, andere Ansichten, nicht nur von Gleichaltrigen, sondern auch von älteren Mitgliedern kennenzulernen. Die Chance, als junger Student mit 'gestandenen Männern', die in bedeutenden Positionen sind, ins Gespräch zu kommen und von ihnen ernst genommen zu werden, ist ein wichtiger Vorteil, den das Corps mit seiner großen Zahl berufserfahrener Mitglieder bietet.

Das Corps bietet eine Erweiterung des Horizonts, wertvolle Kontakte mit Mitgliedern aller Altersstufen, Fachrichtungen und beruflichen Positionen.


Was verlangt das Corps vom Fuchs?

Das Corps verlangt in erster Linie das Bemühen des Fuchsen, sich in die Corpsgemeinschaft zu integrieren sowie die Bereitschaft, die Grundsätze des Corps anzuerkennen, ferner sein Interesse, die corpsstudentische Tradition kennenzulernen und auszuüben. Darüber hinaus muss er sich das erforderliche Wissen über das Corps aneignen, damit er in der Lage ist mitzureden, Vorschläge zu machen und aktiv mitzuarbeiten. Es wird von ihm auch erwartet, dass er die Formen des gesellschaftlichen Verhaltens beherrscht.
Er soll seine Meinung vertreten, aber die Meinung anderer respektieren und tolerieren. Vom Fuchs wird Engagement erwartet, dass er die ihm übertragenen Aufgaben pünktlich und sorgfältig erfüllt und seine Corpsbrüder jederzeit unterstützt. Wo gemeinsam studiert, gefeiert oder gewohnt wird, fallen Aufgaben an, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Das Corps verlangt von einem Fuchs, dass er mitarbeitet und kein Drückeberger ist. Selbstverständlich wird ein eifriges und erfolgreiches Hochschulstudium erwartet.
Das Corps bekennt sich zur Bestimmungsmensur, die alte corpsstudentische Tradition ist. Fechten vermittelt Selbsterkenntnis, schafft neue und vertieft alte Freundschaften. Fechten verbindet die Corpsgemeinschaft und es macht Spaß. Das Corps verlangt vom Fuchs, dass er die Bestimmungsmensur anerkennt und als Fuchs eine Mensur ficht.


Das Corps verlangt vom Fuchs aktive Mitarbeit in der Corpsgemeinschaft, Bereitschaft zur Integration, Kenntnisse über corpsstudentische Gepflogenheiten sowie korrektes gesellschaftliches Verhalten.