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Das Corps lebt von der Kontinuität. Ein nahtloser übergang, ein ständiger Fluss zwischen den Generationen macht den eigentlichen Reiz des Lebens im Corps aus. Man trifft Freunde aller Generationen, lernt Meinungen aus verschiedenen Lebensaltern kennen und profitiert schließlich von Menschen mit sehr unterschiedlicher Lebenserfahrung. Die eigene Entwicklung verläuft differenzierter. Toleranz gegenüber anderen Lebensaltern entsteht.
Die Beziehungen der Mitglieder, der Corpsbrüder, untereinander sind sehr persönlichkeitsbezogen. Unser Corps sieht den Menschen als Individuum und nicht als Rädchen im Getriebe.
Der bedeutendste Unterschied aber zu anderen Vereinigungen ist: Ein Davonlaufen wird als Bruch eines gegebenen Ehrenwortes ausgelegt. Bevor Sie Ihr Ehrenwort geben, haben Sie genügend Zeit, zu prüfen, ob Sie zum Corps passen - und das Corps zu Ihnen. Den Lebensbund schließen Sie dann völlig freiwillig. Moralischem Druck sind Sie dabei nicht ausgesetzt.
Mit der ehrenwörtlichen Verpflichtung wird Ihnen die Bedeutung und Tragweite eines Ehrenworts noch deutlicher bewusst. Wenn Ihnen bei uns etwas nicht passt, können Sie nicht einfach den ganzen Krempel hinwerfen. Den Weg des geringsten Widerstands können Sie in unserem Corps nicht gehen. Wie später im Beruf werden die Probleme diskutiert, und eine Lösung wird gesucht. Jeder Corpsbruder stellt sich den Problemen und läuft nicht vor ihnen davon. Ein besseres Training für den Berufskampf ist kaum denkbar.
Diese Art, miteinander als "Freunde fürs Leben" zusammenzusein, ist der Grundpfeiler des gesamten Corpslebens. Der Lebensbund ist Bekenntnis und innere Verpflichtung. Er ist aber auch eine Stütze für die Entwicklung Ihrer Persönlichkeit.
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